Musik begleitet mich mein ganzes Leben. Ich komponierte schon als Kind meine ersten Stücke und spielte
ein Instrument, bevor ich einen Kurs zur musikalischen Frühförderung besuchte. Danach lernte ich jahrelang
in der Jugendmusikschule Gitarre - aus Kostengründen, ein Klavier war zu teuer und hätte angeblich zu viel
Platz gebraucht - ich habe die Gitarre als Instrument und ihre Handlichkeit jedoch später auch zu schätzen gelernt.
Singen war als Kind sowieso schon meins und man sagte mir als Kind schon eine gute Stimme nach.
Es folgte ein ziemlich klassischer Weg über Schulchor und Schulband bis zu meiner ersten E-Gitarre und einer
ersten eigenen Band - eine Metalband, bei welcher nur ich bei der Gründung über Instrumente verfügte,
alleine probte und 3 Songs für die Band geschrieben hatte, bevor sie wieder aufgelöst wurde, weil die anderen
Mitglieder, entgegen ihren wiederholten vollmundigen Ankündigungen, sich keine Instrumente kauften ... . 😞
Deutlich ernster ging es später zu, nach meinem Einstieg in eine Band zu Studentenzeiten - hier stieg ich
allerdings als Sänger und Frontmann ein. Wir arbeiteten an Songs für ein Programm aus meist eigenen Songs
für Auftritte und Konzerte.
Fortschrittlich wie wir waren, konnten wir für ein paar der Konzerte eine VHS-Kamera oganisieren, um das
jeweilige Konzert aufzunehmen. So etwas hatte nicht jeder - man brauchte kein Stativ mehr, man konnte die
Kamera einfach auf die Schulter legen und dadurch tragbar mit der Kamera rangieren. Zudem hatte man dann
eine Aufnahme in einem gängigen Videoformat.
Das die Tonqualität des Kameramikrophones unterirdisch war, hatten wir jedoch nicht bedacht. Der Ton der
Aufnahme war so übersteuert, daß außer reißendem Gekrizzel nur ab und zu mal ein Fetzen Musik zu hören war.
Das die Freundin eines Bandmitglieds, die die Aufnahmen machen sollte, nach 20 min keinen Bock mehr hatte
und ihr die Kamera zu schwer war, tat dann sein übriges, daß wir diese Aufnahme abhaken konnten.
So hangelten wir uns von Konzert zu Konzert - bei anderen Versuchen ging der Akku mittendrin aus, war das
Bild völlig verwackelt, zu viele Leute versperrten die Sicht oder wir bekamen die Kamera nicht ausgeliehen
und so weiter - und den Ton haben wir dort auch seltenst auf ein brauchbares, gar hörbares Niveau bekommen.
So gab es am Schluß 2-3 halbwegs zeigbare Aufnahmen, die, falls sie nicht verschwunden sind, noch bei anderen
Bandmitgliedern lagen/liegen.
Kurz, diese Aufnahmen sind für hier nicht zu gebrauchen bzw. nicht zu erreichen.
Ergänzend hatten wir leider nie das ausreichende Equipment um brauchbare Aufnahmen im Proberaum zu machen
und auch nie das Geld, um uns ein Studio mieten zu können, um dort ein Album mit unseren eigenen Liedern
zu machen - wir waren froh die Proberaummiete aufbringen zu können.
Nach dem zerbrechen der Band und einer kurzzeitigen Neuformierung wurde es nicht besser.
Am Ende zerbrach die Band und ihr Nachfolger in einzelne Mitglieder und ich war erstmal wieder alleine.
Die Bandclique blieb hiernach aber noch eine Weile in freundschaftlichem Kontakt. Ich konzentrierte mich
auf Studium, Arbeit und anderes und es blieb nur wenig Zeit für Musik. Mal ein kleines Liebeslied für
eine Angebetete, mehr sprang einige Zeit lang nicht raus.
Durch alte Bande kam ich jedoch immer wieder mal mit einigen Musikprojekten in Berührung. Ich hatte
einen guten Ruf als Sänger und wurde desöftern zu solchen Projekten hinzugezogen. Auch gab es die
Gelegenheit sich bei neuen Bands vorzustellen, doch mal stimmte die Chemie nicht, die Arbeitsweise
oder die Musikrichtung.
Ein früherer Bandkollege und freundschaftlicher Weggefährte brauchte zu einem Albumprojekt Unterstützung
und so gab es von mir ein paar Vocals und Inspirationen. Zu einer Coverversion wollte er ein Video
produzieren. Weil der Originalsprecher des Stückes "zu scheu" war, übernahm ich die Hauptrolle im Video:
Seit September 25 sperrt YouTube standardmäßig das einbetten von externen Inhalten wegen "Clickjacking". 😱
Ich suche noch nach einer probaten technischen Lösung.
Ich habe das Video erstmal verlinkt - SIEHE OBEN - so läßt es sich im Browser öffnen.
Später sollte es eine Fortführung jenes Projektes geben in Form eines neuen Albums -
ein Konzeptalbum. Da das Projekt lange nicht vorankam frug mich mein alter Bandkollege,
der das Projekt produzieren wollte, ob ich mir das ganze nicht mal anschauen kann.
Gesagt, getan. So kam ich nach Start des Projektes als weiterer Teilhaber dazu.
Wie zu alten Bandzeiten, jeder setzte in "seinem" Segment seine Akzente!
Ich komponierte einen Großteil der Melodien und Harmonien, gab neue Impulse und das Projekt
ging wieder voran.
Wir komponierten, texteten und produzierten also ein neues Konzeptalbum,
doch leider starb kurz vor der endgültigen Fertigstellung der Produzent und Teilhaber - so
ist es leider damals zu keiner wirklichen Veröffentlichung jenes Albums gekommen, obwohl
wir auf unsere Arbeit sehr stolz waren. Auch die angedachte Singleauskopplung zum
Albumstart ist dadurch nicht zustande gekommen.
Die unfertige Singleversion:
Link zum Lied
Es folgte ein großer Bruch im Leben und mit ihm einhergehend eine Zeit ohne Technik oder
elektrische Geräte; ein schlichtes, altes LED-Handy mußte reichen. Ich nahm meine
akkustische Gitarre und entschied mich in einem anderen Land mein Glück zu versuchen und zu
Reisen.
So gastierte ich als Musiker eine Saison im Ausland, bekam viel Lob und wenig Geld.
Aufnahmen in Form von Bildern oder Videos machten lediglich die jeweiligen Anwohner oder
Touristen. So kam ich, zwar ohne zählbare Aufnahmen, aber mit viel Erfahrung, Bekanntheit
und Anerkennung zurück, nur um hier festzustellen: Der große Bruch ging weiter und
verschäfte sich und wurde letztlich zu einem großen Reset.
Wie heißt es so schön: "Der Prophet gilt nichts im eigenen Land."
Mich ereilte der große Ruf und es gab wohl auch keinen besseren Zeitpunkt als diesen und
ich ging auf eine große Reise, eine Wallfahrt. Ich nahm die wenigen Überbleibsel des großen
Resets, kaufte einen Anhänger für's Fahrrad, baute ein Gespann, packte das Notwendigste ein,
schnallte meine Gitarre drauf und ging erneut auf große Tour.
Es sollte eine ganz große Reise werden, ein fernes Ziel, wenn nicht gar über die ganze Welt.
Doch viele Erlebnisse, getroffene Personen, Schäden am Gespann, Anschläge auf mich und wenig
Geld zwangen mich letztlich, das Ziel etwas kleiner zu wählen. Trotz kleinerem Ziel war es
eine große, lange und spannende Reise und ich erkannte, auf eine bestimmte Art und Weise,
war der Weg das Ziel.
Ich hatte auch letztlich gehofft, diese Reise würde mich vielleicht in eine neue Heimat
führen, einen Ort, wo mein Herz hingehört oder wo mein Herz ein anderes Herz findet oder
wo Hoffnungen und Pläne ein neues Areal finden können zu existieren und zu wachsen, doch
darüber schreibe ich am besten woanders.
Ich hatte währenddessen angefangen eine Partitur zu schreiben. Einige Stücke und Songs habe
ich im Laufe der Zeit als Midi aufbereitet, falls sich später mal die Chance ergibt, sie
technisch mit besseren Mitteln aufzuarbeiten.
Die Partituren und auch das Midigepiepse sind wohl nicht so gut geeignet, hier präsentiert
zu werden, auch manche alte Demo bräuchte mal eine Erfrischungskur, aber vielleicht findet
sich künftig noch ein Möglichkeit mit professionellem Equipment die Songs und Stücke
aufzuarbeiten.
Auch meine neusten Songs will ich von dem "Schlechten-Demo-Dasein" befreien. Diese sollten
in nächster Zeit ebenfalls mal präsentabel aufgenommen und/oder hergerichtet werden, am Besten
schon zu sauberen CD - Aufnahmen... .
Ich tüfftele da noch ein wenig rum...